Newsletter Dezember 2020


Saisonausblick 2021 Wissens-Allrounder und Bauteilexperten

Liebe Sponsoren, Unterstützer und Fans unseres Teams, Wie baut man in der Corona-Pandemie einen Rennwagen und was macht man, wenn es keine Rennen gibt, bei denen er antreten kann?

Wir haben beschlossen diese Problematik als eine Chance zu sehen, uns neu zu erfinden und die Zeit zu nutzen, um mit dem verlässlichsten Rennwagen der e-gnition Geschichte an den Start der Events 2021 zu gehen. Viel Vergnügen beim Lesen!


©Suhk

Saisonausblick 2021

Nachdem die Events 2020 aufgrund von Corona abgesagt und die Arbeiten in der Werkstatt vorerst eingestellt wurden, fragten wir uns: Wie machen wir das Beste aus der Situation? Wir beschlossen uns darauf einzustellen sowohl das Beste aus dem aktuellen Wagen herauszuholen als auch der Weiterentwicklung den Weg zubereiten!

Wir entschieden den egn20 auf die Events 2021 vorzubereiten und parallel die Entwicklung des egn21 in zwei Phasen zu unterteilen: die erste Phase beinhaltet die Ausarbeitung und Abstimmung der Basiskonzepte des Monocoques, der Aerodynamik und der Kinematik. Die zweite Phase schließt an die Events 2021 an und soll - früher als sonst - die übliche detaillierte Konstruktion und Optimierung der Einzelbauteile umfassen.



Der egn20 war dabei ausschlaggebend für diese Entscheidung. Als erster Wagen mit einem adaptivem Driverless-Paket für die autonomen Disziplinen entspricht er bereits den zukünftigen Anforderungen der Formula Student Events. Mit einer ausgedehnten Testphase haben wir die Möglichkeit, den Wagen ausgiebig auf Herz und Nieren zu testen und seine Zuverlässigkeit zu erhöhen.

Neben der zukunftsträchtigen Grundkonzeption verfügt der Wagen über ein umfangreiches Set an Sensoren zur Überwachung seines dynamischen Fahrverhaltens. Mithilfe von Sensoren für den Bodenabstand, den Federweg bis hin zur Reifentemperatur sowie einer Messeinheit zur Bestimmung der Beschleunigung des Chassis können wir das Federdämpferkonzept und die Kinematik der jetzigen Wagengeneration validieren und analysieren. Diese wissenschaftliche Basis ist elementar für die Entwicklung neuer Fahrzeugdesigns.



Für die Weiterentwicklung unserer Fahrzeuge ist die Ausarbeitung der Basiskonzepte von hoher Bedeutung. Die Arbeit an Komponenten wie dem Monocoque, der Aerodynamik und der Kinematik zieht zwangsläufig eine Vielzahl von zu bedenkenden Schnittstellen nach sich. Die damit notwendigen Abwägungen bedürfen ein hohes Maß an Fachwissen und eine Vielzahl an abteilungsübergreifenden, parallelen Ausarbeitungen. Der daraus resultierende Zeitaufwand macht es sinnvoll, den Fokus des Teams länger auf die Arbeit am grundlegenden Fahrzeugkonzept zu richten, bevor man sich der Detailoptimierung der Einzelbauteile zuwendet.



Um uns für diese Aufgabe den Rücken zu stärken, analysierten wir nicht nur technisch den Verlauf unseres Projektes, sondern zogen auch organisatorische Schlüsse. Bisher hatte jede Abteilung viele Spezialisten, die individuell ihre Einzelbauteile entwickelten. So entstanden große Wissens-Silos, die aber durch die geringe abteilungsübergreifende Kommunikation nicht ausreichend genutzt werden konnten. Um Kommunikationswege zu verkürzen und das benötigte Spezialwissen für große Problemstellungen zur Verfügung zu stellen, haben wir unsere Teammitglieder gemäß der fachlichen Ausrichtungen neu sortiert: So sammeln sich unsere CFK Spezialisten in der Bodywork-Abteilung, die Verantwortlichen für Kinematik und Rundenzeitoptimierung ergründen gesamtheitliche Abwägungen der Vehicle Performance und auch Elektronik und Software profitieren von gemeinschaftlichen Projektplänen. Diese matrixartige Organisationsstruktur wird durch problembezogene Kurzprojekte - sogenannte Task Forces - gestützt. So sammeln wir Fachwissen und nutzen Synergien, was unseren Teammitgliedern die Möglichkeit gibt, ihren Wissenshorizont zu erweitern.


Mit dieser Neuausrichtung - vom Bauteilexperten zum Wissens-Allrounder - sehen wir uns für die dynamischen Anforderungen des Projektes gewappnet und können zielgerichtet unsere Ressourcen auf die Teilprojekte fokussieren, die besondere Beachtung benötigen.

Wir freuen uns auf eine spannende, abwechslungsreiche Saison und hoffen, in einem Monat bereits von interessanten Ergebnissen in der Monocoque-Task Force berichten zu können.



Das war er, der zweite Newsletter der Saison 2021!

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal

Euer e-gnition Hamburg

Wir bedanken uns bei all unseren Sponsoren für die starke Unterstützung. Erst Sie machen e-gnition möglich!