Saisonrückblick 2022


Ein Jahr für die Geschichtsbücher

 

Liebe Sponsoren, Unterstützer und Fans unseres Teams,

Die Saison 2021/2022 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und wir möchten zusammen mit euch auf das vergangene Jahr zurückblicken. Von der Entstehung des egn22, seinen ersten Metern auf der Teststrecke bis hin zu einer großartigen Zeit auf den Formula Student Events. Viel Vergnügen beim Lesen!

 

Es war einmal...

…eine Gruppe von Studierenden mit einer verrückten Idee: “Lasst uns doch mal einen elektrischen Rennwagen bauen.” Zehn Jahre und neun Rennwagen später stand das Team von e-gnition Hamburg wieder vor einer neuen Saison voller Herausforderungen und Erfahrungen. In fast komplett neuer Besetzung entwickelten wir unsere Vision vom egn22. In intensiven Arbeitswochenenden entstand das 3D Modell unseres zehnten Boliden. Das vielversprechende Gesamtkonzept überzeugt mit vielen neuen Konzepten wie beispielsweise ein grundlegend neu konzipiertes Monocoque, überarbeitete und verbesserte Aerodynamik oder eine kleinere Radbaugruppe. Nachdem alle Schnittstellen der verschiedenen Baugruppen zusammengefügt wurden, startete die Optimierungsphase. Technische Zeichnungen wurden angelegt und die einzelen Bauteile gewichtsoptimiert. Anfang 2022 gingen wir in die eigentliche Fertigung des egn22 über. Das Monocoque hat uns einige Probleme bereitet, doch durch die harte Arbeit des gesamten Teams konnten wir rechtzeitig zum Rollout fertig werden. Ende Mai war es dann endlich soweit und der egn22 wurde der Welt präsentiert. Über 500 Gäste haben die Enthüllung live mitverfolgt und weitere hunderte via Livestream auf YouTube. Doch hiermit war die Arbeit noch lange nicht getan. Jetzt ging es erst so richtig los. Nach dem Rollout begann der Elektronikeinbau, bei dem über 500 Meter Kabel eingebaut wurden. Es folgte die Jungfernfahrt des egn22, welche er mit bravour gemeistert hat. Mit der kurzen Zeit, die uns noch bis zum ersten Event blieb, hieß es nun testen, testen und nochmal testen. Ende Juli packten wir dann all unsere Sachen zusammen und machten uns auf die lange Reise nach Österreich zum Red Bull Ring.



Formula Student Austria

Angekommen in Österreich bauten wir erstmal unseren Zeltplatz auf, richteten uns ein und bereiteten das Mittagessen vor. Die Herausforderung bestand nicht nur in den Disziplinen, sondern auch die 60 Personen starke Truppe täglich zu verpflegen. Am Abend wurden wir von einem Unwetter nochmal richtig begrüßt. Der erste offizielle Tag von FSA begann mit der technischen Abnahme (Scrutineering) unseres Akkumulators auf dem Zeltplatz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir am zweiten Tag das Akku Scruti abschließen und mit dem elektronischen und anschließend mit dem mechanischen Scruti weitermachen. Mittlerweile sind wir auch in unsere Pit auf dem Red Bull Ring eingezogen. Erfolgreich haben wir schon am zweiten Tag alle Scrutineering abgeschlossen und uns die begehrten Sticker sichern können. Am dritten Tag fanden die statischen Disziplinen Business Plan Presentation (BPP), das Engineering Design Event (EDE) und das Cost and Manufacturing Event (CME) statt. Neben den Statics haben wir den Rain, Tilt und Break Test im ersten Anlauf bestanden. Am darauffolgenden Tag begannen die ersten dynamischen Disziplinen mit Skidpad, Acceleration und Autocross. Anfangs noch im Trockenen kamen beim Autocross das erste Mal die Regenreifen zum Einsatz. Mit einer soliden Performance blickten wir zuversichtlich auf das Endurance am nächsten Tag. Wie jeden Morgen war das Team pünktlich um 5:30 auf den Beinen und machte sich nach dem Frühstück gemeinsam auf den Weg zum Ring. Am frühen Nachmittag ging es für den egn22 auf die Strecke für die ersten elf Kilometer des Endurance. Nach dem Fahrerwechsel haben wir erfolgreich die letzten 11 Kilometer absolviert und somit als eines der wenigen Teams das Endurance komplett durchgefahren. Nach dem Endurance wurde die Pit abgebaut und wir haben uns auf den Weg zurück zum Camp gemacht. Am Abend fand die Award Ceremony statt. Wir konnten uns in der Efficiency Kategorie, beim Endurance und in der Gesamtwertung jeweils den zweiten Platz sichern. Voller Freude und Stolz haben wir uns am darauffolgenden Tag zurück auf den Weg nach Hamburg gemacht.



Formula Student East

Eine Woche nach FSA sind wir die noch längere Reise nach Ungarn angetreten. Dort kam unser autonomes System zum ersten Mal auf einem Event zum Einsatz. Am Campingplatz eingetroffen galt es, sich jetzt wieder einzuquartieren und danach direkt in das Akku Scruti zu schieben, was auf Anhieb bestanden wurde. Der nächste Tag begann damit, die Pit zu beziehen. Parallel dazu konnten das E- und M-Scruti abgehakt werden. Auch fanden alle Statics an dem Tag statt, die sehr gut liefen. Im EDE haben wir es in beiden Kategorien und für das CME in der EV Kategorie in die Finals geschafft. Am darauffolgenden Tag überschattete ein brennender Akku die Geschehnisse des Events. Einmal mehr wurde einem klar gemacht, wie gefährlich dieser Sport sein kann. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nichtsdestotrotz konnten wir Rain, Tilt und Break Test abermals im ersten Versuch bestehen sowie den Driverless Scruti Sticker einstecken. Skidpad, Accel und Autocross konnten am nächsten Tag in der EV Klasse erfolgreich abgeschlossen und im Autocross der dritte Platz gesichert werden. Nun konnte der DV zeigen, was in ihm steckt. Leider mit einigen Problemen versehen zeigte der egn22 trotzdem was für ein riesiges Potenzial in ihm steckt. Im Skidpad hat der DV den zweiten Platz eingefahren. Abends fand noch der erste Teil der Award Ceremony statt und wir konnten im CME in der DV Klasse den dritten Platz und in der EV Klasse den ersten Platz ergattern. Am letzten Tag standen Autocross und Trackdrive für den DV und das Endurance für den EV an. Leider auch hier mit einigen Problemen, sodass wir keine Zeiten setzen konnten. Alles in allem aber ein sehr erfolgreiches und lehrreiches Event für das gesamte Team. Insgesamt haben wir in der EV Klasse den fünften Platz und in der DV Klasse den vierten Platz geholt.



Formula Student Germany

Direkt nach FSEast haben wir uns auf den Weg zurück nach Deutschland gemacht zu unserem Heimevent auf dem Hockenheimring. Vor dem Event konnten wir noch einen Tag bei unseren Freunden KA-RaceIng aus Karlsruhe einige Sachen am Wagen testen und fixen. Am Eventgelände angekommen hieß es ein letztes Mal Pit aufbauen und ab in das Akku Scruti. Anschließend gab es einen fliegenden Wechsel zum M-Scruti. Jeweils im zweiten Anlauf konnten sich die beiden Scruti Sticker gesichert werden. Der Kampf um die Scrutis ging am zweiten Tag weiter mit dem Pre-Scruti und E-Scruti. Unsere Fahrerkleidung wurde abgenickt und alle Fahrer sind in unter 5 Sekunden aus dem Auto gehüpft. Das E-Scruti war mehr ein Endurance als ein Scruti, doch unsere Truppe hat sich nicht unterkriegen lassen und am Ende des Tages konnte sie sich den Sticker sichern. Der dritte Tag begann mit dem Rain, Tilt und Break Test, gefolgt von dem Driverless Scruti. Schon vor der Mittagszeit konnten wir alles erfolgreich abschließen und damit hatten wir genug Zeit auf der Testing Area. Der nächste Tag war von den Statics und am Nachmittag vom DV Skidpad geprägt. Dort konnte der egn22 eine beeindruckende Bestzeit setzen und den ersten Platz holen. Das Skidpad und Accel für den EV und Accel und Autocross für den DV folgten am nächsten Tag. Im EV Skidpad lief alles reibungslos ab, beim EV Accel gab es im Nachscruti ein Problem mit dem Heckflügel, welches aber sofort behoben wurde. Beim Driverless Accel ist der egn22 am Ende leider vom Track abgekommen aber zum Glück ist alles heil geblieben. Im Autocorss ist der DV im ersten Run einfach rechts abgebogen, da die Zeitmessanlage als Hütchen erkannt wurde. Auch im zweiten Run konnte der DV ärgerlicherweise keine Zeit setzen. Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Trackdrive. Nach einem soliden Start hat sich der egn22 nach eine langen Linkskurve entschieden endlose Kreise zu drehen… Dies hat uns den You-spin-my-head-right-round-right-round-Award gesichert. Glück im Unglück. Am Nachmittag ging es ins EV Autocross, wo wir starke Zeiten setzen konnten. Am letzten Tag stand noch das Endurance an. Anfangs sah die Performance auch sehr gut aus, aber im Eingang in die letzte Runde ist der Wagen durch einen Software Fehler plötzlich stehen geblieben. Am Ende wurden wir in der Electric Kategorie Zehnter und in der Driverless Kategorie Siebter. Trotz einiger Fehler und Unglücke hat der egn22 und das Team gezeigt, was in ihnen steckt und was alles noch möglich wäre.



Und was jetzt?


Nun beginnt wieder eine neue Saison mit neuen Herausforderungen und Erfahrungen für das Team. Das neue Kernteam lebt sich langsam ein und es kommen viele neue Mitglieder dazu. Wir sind sehr stolz auf unsere Leistungen aus dieser Saison und wir können mit erhobener Brust sagen, dass das die erfolgreichste Saison aller Zeiten war. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht und wie sagt man so schön: Sky’s the limit! Wir sehen uns in der neuen Saison wieder und bis dahin haben wir nur eine Frage an euch… (klickt auf das Bild)


 

Das war er, der Newsetter über das Presseevent!


Bis zum nächsten Mal

Euer e-gnition Hamburg Team

 

Wir bedanken uns bei all unseren Sponsoren für die starke Unterstützung. Erst Sie machen e-gnition möglich!