Vorstellung: Unsere Monocoque-Taskforce


Vom Mockup zum Mono.

Liebe Sponsoren, Unterstützer und Fans unseres Teams,


Was ist ein Monocoque?


Das Monocoque ist das größte Bauteil an unserem Formula Student Rennwagen und bildet den Rumpf des Fahrzeuges. Früher haben wir dafür einen Stahlrohrrahmen genutzt, dieser ist deutlich kostengünstiger und auch mit weniger Fertigungsaufwand verbunden. Ein Monocoque aus Kohlefasern bietet jedoch eine deutlich höhere Steifigkeit und ist zusätzlich einige Kilos leichter.


Das Packaging

Die Konstruktion eines Monocoques ist aufgrund der vielen Anforderungen und Schnittstellen sehr anspruchsvoll. Denn bevor mit dem Design der Carbon-Struktur begonnen werden kann, müssen zunächst die einzelnen Bauteile des Fahrzeugs am und im Monocoquemodell platziert werden. Dafür ist das Packaging zuständig.

Das Packaging, also die Positionierung aller Komponenten, hat wesentliche Konsequenzen für das Auto: Für eine gute Schwerpunktlage sollten Komponenten mit hohem Gewicht möglichst weit unten verbaut werden. Außerdem muss auf eine Balance zwischen Vorder- und Hinterachse geachtet werden, um bestmögliches Beschleunigen und Bremsen zu gewährleisten. Warum das wichtig ist, und wie genau das aussieht, erfahrt ihr im nächsten Newsletter zu unserer Performance-Taskforce! Regeltechnisch vorgeschriebene Bauräume und die Erreichbarkeit von Bauteilen runden die lange Anforderungsliste an das Packaging, und somit an das Monocoque, ab.

Die nächsten Hürden lassen aber nicht lange auf sich warten. Denn es gibt eine Komponente mit hohem Gewicht, großem Volumen, die sogar rausschauen muss:

Der Fahrer.

Um eine ergonomische Position für den Fahrer zu finden, wird ein sogenanntes Mock-Up angefertigt. Diese Saison konnte man bereits ein neues, deutlich detaillierteres Mock-Up planen und fertigen, sodass man für die kommenden Monocoques eine noch fundiertere Entscheidung im Bezug auf die Ergonomie treffen kann. Dafür wurde extra eine komplette Pedalerie und eine neue Lenkradhalterung gefertigt.

Unsere Fahrer testen im Mock-Up verschiedene Konfigurationen und geben wichtigen Input zu Stellparametern des Monocoques. So hat zum Beispiel der Winkel des Sitzes wesentliche Einflüsse auf den Schwerpunkt, die Sicht des Fahrers und die Höhe des Überrollbügels.

In dieser Saison arbeiten wir an einem Monocoque-Modell, dass sich aus automatisch aufgebauten Profilen und Linien generiert und über diese Parameter verändert werden kann.

Dazu werden die aus dem Packaging und Fahrer-Tests gewonnenen Daten in einer Excel-Tabelle geführt und in Funktionen verarbeitet, mit denen dann zentrale Geometrien des Monocoques errechnet werden können. Die leichte Anpassbarkeit dieser Daten ermöglicht uns eine simultane und flexible Konstruktion von mehreren Konzepten gleichzeitig.

Da die nächste Fertigungsphase für das Monocoque erst Ende des Jahres ansteht, können wir im Laufe des Jahres diese Konzepte gegeneinander abwägen und zu einem optimierten Monocoque zusammenführen. Wir freuen uns schon darauf, euch das Ergebnis zu präsentieren!

Auch unsere anderen Abteilungen sitzen nicht still und sind unermüdlich dabei das Fahrzeugkonzept des egn22 zu erarbeiten. Im kommenden Beitrag werden wir daher näher beleuchten, welche Entscheidungen unsere Performance-Taskforce trifft und wo die größten Herausforderungen liegen.

©e-gnition Hamburg e.V. 2021

  • Instagram - Weiß Kreis
  • Facebook - Weiß, Kreis,
  • YouTube - Weiß, Kreis,
  • LinkedIn - Weiß, Kreis,
  • Flickr - Weiß, Kreis,